"Raummusik und so"
8. Konzert der Reihe "Sprachmusik und Musiksprache: 
Neue Musik Kölner Komponisten" des Instituts für Phonetik 
in Zusammenarbeit mit Kunstschalter e.V.
Donnerstag, 31. Oktober, 2002
Einlaß 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr
Kunstwerk, Deutz-Mülheimer-Str. 127
Eintritt frei. 

Programm | Steins | Haerpfer | Jansen | Fabian | Specht | Stoffel | Rebbe | Münz | Koch | Wagner

Hubert Steins
Hubert Steins; geboren : 1965 in Mönchengladbach; Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft in Köln, seit 1996 freiberufliche Tätigkeit als Kulturjournalist für öffentlich-rechtliche Hörfunkanstalten, seit 1997 Arbeit mit Klanginstallationen und CD-Editionen.
Weitere Informationen: www.hubert-steins.de

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
1998: Organum, Projektraum Triloff, Köln (E); orbis mechanicae, G.A.M.E.S. of art, Mönchengladbach (E), Juli 1999: Graphophonie,Projektraum Triloff, Köln (E); 2000: GlockenKlangGlocken, Antoniterkirche Köln (E); Klangröhre(n), Hauptbahnhof Mönchengladbach Rahmen der Ausstellung „Sehstörungen“ (G) Kat.; Fragmentpartituren,Galerie Müller, Schütz und Rohs, Köln (G), 2001: Vogelperspektive- Klanginstallation im öffentlichen Raum, ensemblia  Mönchengladbach, (G) Kat.; 2002:  Schallschwimmer, „Wass.er kann und was sie will“, Euroga 2002 Grevenbroich, (G) Kat., Klangröhre(n), Wettbewerb um den Kunstpreis 2002 des Kunstverein Hürth im werkP2,Hürth (G) Kat.; CarTon, Kooperation mit dem Architektenbüro radius, Wettbewerb der Plan 02 Hahnenstraße /Köln (G) Kat.

Schallschalen
Klanginstallation für Resonanzschalen
Die Schallschalen bilden ein Ensemble von wahlweise zwei bis acht Klangobjekten, die in Schaufenstern oder freistehend im Raum arrangiert werden können. 
In den Objekten setzen mechanische Tieftöner kaum hörbare Bassfrequenzen in Vibrationen um, die auf die Deckel der Schallschalen übertragen werden und dort abgelegte Gewürze unterschiedlicher Körnung in Bewegung versetzen. Durch die gezielte Beeinflussung von Frequenz und Lautstärke können die Bewegungsmuster der Gewürzkörner regelrecht choreografiert werden. Sie schleichen fast unmerklich über die Oberfläche, tanzen in heftiger Schwingung auf dem Deckel und sammeln sich gelegentlich an den Schallknoten der vibirerenden Fläche. So bilden die Schallschalen einen beweglichen Bildraum, der mit Hilfe von Klängen visuelle Strukturen generiert, die in ihrer Morphologie Miniaturlandschaften gleichen oder bei starker Vibration an das Krabbeln von Ameisen erinnern.Obwohl als Klanginstallation konzipiert, sprechen die Schallschalen daher vornehmlich das Auge an.